Produktetiketten – was tun?

Geht man zum Einkaufen in den Supermarkt, sieht man sie überall, ohne explizit an sie zu denken: Produktetiketten. Jeder von uns hat sich wohl schon einmal über das Design, die Aufschrift oder die Klebkraft von einem dieser Siegel gewundert. So sollte es keine Überraschung sein, dass aus der Herstellung dieser Etiketten eine Wissenschaft für sich entstanden ist. Doch wieso sind Waren ohne eine solche Kennzeichnung zur absoluten Seltenheit geworden und auf welche Merkmale kommt es bei guten Produktetiketten an?

Wozu Produktetiketten?

In anderen Ländern dieser Welt wird der typische Deutsche häufig als kleinkariert dargestellt. Dass in diesem lustig gemeinten Vorurteil etwas Wahres steckt, kann man im regelrechten Etikettierwahn der Deutschen sehen. Doch nicht nur hierzulande, sondern mittlerweile in ganz Europa gibt es gewisse Standards, die eingehalten werden müssen. Darunter zählen auch Normen zum Kennzeichnen von Waren. So sind die Hersteller eines Produktes, in unserem Beispiel eines handelsüblichen Lebensmittels, verpflichtet, alle enthaltenen Inhaltsstoffe aufzuführen. Nicht nur der Hauptbestandteil, sondern jeder in noch so minimalen Mengen auftretende Weichmacher, Farbstoff oder Konservierungsstoff muss auf dem Produktetikett vermerkt sein.
Seit nicht allzu langer Zeit werden auch Angaben zu den Nährwerten des Lebensmittels verlangt. Neben dem zwingend vertretenen Protein-, Fett- und Kohlenhydratgehalt und der dementsprechenden Kaloriendichte finden sich auch Informationen zu Vitaminen, Mineralien oder anderen auffälligen, nicht der Norm entsprechenden Werten. Allerdings kommen immer wieder Stimmen auf, die eine Änderung der aktuellen Kennzeichnungspflicht vorschlagen, da diese zu lasch ist und den Verbraucher nicht ausreichend informiert.

Gutes Aussehen schlägt eigentlichen Nutzen

Da sich ein gutes Aussehen besser verkauft, haben sich die Produzenten von zu etikettierenden Waren nicht lumpen lassen und benutzen das Siegel auf dem Gut zu Werbezwecken. Je bunter und auffälliger desto besser, möchte man heute gerne meinen. Auf den eigentlichen Sinn, die Inhaltsstoffe aufzulisten, schauen da die wenigsten, nicht zuletzt daher, dass diese Tabelle lediglich so klein wie möglich gedruckt ist. Auch irreleitende Begriffe und unbekannte E-Nummern verwirren den Konsumenten.
Produktetikette sind also eigentlich zur Informationszwecken für den Kunden da, werden allerdings vom Hersteller eher als Möglichkeit zum Verkaufsanreiz angesehen. Verbraucherschützer fordern daher immer wieder, das vorhandene System konsumentenfreundlich zu machen. Konkret hieße das, die Nummerierungen von Lebensmittelzusatzstoffen gegen verständliche Wörter auszutauschen und die Größe der Auflistung der Inhaltsstoffe adäquat wiederzugeben.
Produktetiketten lassen sich also in erster Linie an Waren aus dem Supermarkt finden. Sie sollen dem Verbraucher Informationen zu den jeweiligen Inhaltsstoffen geben und sind so zu einem Teil unserer Konsumgesellschaft geworden.

Selbstklebeetiketten

Jeder hat sie zumindest schon einmal im Leben benutzt. Die meisten sogar tagtäglich im Büro oder Zuhause. Ein Leben ohne Selbstklebeetiketten ist heute kaum noch vorstellbar. Auch wenn diese nicht lebensnotwendig sind, so erleichtern sie uns unseren Alltag doch sehr. Selbstklebeetiketten gibt es daher auch in zahlreichen Variationen, Formen und Größen. Im einfachsten Sinne bestehen Selbstklebeetiketten aus dem Etikett, einer speziellen Klebstoffschicht, einer Silikonschicht und dem sogenannten Trägerpapier.

Geschichte der Selbstklebeetiketten

Entwickelt wurden die kleinen Bürohelfer von der Familie Avery, die in den USA sesshaft waren, in den 30er Jahren und zuerst entgegen der heutigen Verwendung als Bogenware benutzt. Die industrielle Verwendung bzw. Vermarktung begann jedoch erst in den 50er Jahren, als die Selbstklebeetiketten durch ihre Weiterentwicklung zu Rollenetiketten abgeschlossen war und so auch für Maschinen verarbeitbar war. Schon wenig später wurden die ersten Geräte hergestellt, mit denen individuelle und persönliche Etiketten in kleinerer Anzahl selbst hergestellt werden konnten. Diese Geräte wurden im Laufe der Zeit ständig weiter entwickelt und so kann man sie heutzutage schon in fast jedem Supermarkt oder Elektromarkt kaufen auch zu kleinen Preisen. So gibt es auch schon bestimmte Softwareprogramme die einem das Anfertigen von Selbstklebeetiketten am eigenen PC ermöglichen, ohne zusätzliche Geräte dafür zu kaufen.

Anwendungsgebiete

Die größte Anwendung erfahren die Selbstklebeetiketten vor allem in der Verpackungsindustrie und der Lagerwirtschaft. So erleichtern sie vielen Firmen die Organisation in Lagerhallen und sorgen damit für eine enorme Kosteneinsparung. Aber auch im täglichen Haushault erleichtert diese Möglichkeit der Beschriftung die Organisation des Haushalts. Aber egal für was man die selbstklebenden Etiketten verwendet werden, kaufen kann man diese fast überall in allen Formen und Größen. Am besten kommt man dabei wahrscheinlich im Internet, da man hier in den zahlreich vorhandenen Onlineshops sehr oft Rabatte und Sonderaktionen bekommt. So kann man beim Onlinekauf oft bis zu 30% des Preises sparen. Dabei ist es egal ob man die Etiketten direkt vom Betreiber des Onlineshops nach eigenen Wünschen herstellt oder ob man dort nur die benötigten Materialien kauft und diese dann einfach ganz bequem Zuhause herstellt.